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Neuer Spot zur Integration - es lohnt sich!

www.eine-schule-fuer-alle.info/politik/koeln/kinospots/

  • In einer Integrationsklasse wird Fasching gefeiert - eine Grundschülerin, die im Rollstuhl sitzt, hat sich als silberner Engel verkleidet, ihre Mitschülerin stellt einen schwarzgewandteen Zauberer dar.

Kinder aus Integrationsklassen erinnern sich...(Auszüge aus einer Hausarbeit zur 1. Staatsprüfung für das Lehramt)

Luisa: Ich hatte eine Freundin, die hieß Katharina und war körperbehindert: Sie saß in einem Rollstuhl... Da sie meine Freundin war, war es für mich selbstverständlich, dass wir die Pausen zusammen verbrachten...wir haben uns extra Spiele ausgedacht, wo sie gut mitspielen konnte und wo wir alle die gleichen Voraussetzungen hatten: Das Robbenspiel in der Pausenhalle zum Beispiel.

(Das Entscheidende an diesem Spiel war) .... dass alle auf dem Boden lagen und sich robbend fortbewegen mussten.... Mir hat das viel Spaß gemacht, mir mit meinen Freundinnen immer neue Spiele auszudenken, bei denen Katharina mitspielen konnte- und zwar ohne Nachteile durch ihre Behinderung zu haben...

 

Wiebke: Ich erinnere mich genau, dass es bei uns in der Integrationsklasse ganz normal war, dass jeder auf jeden Rücksicht genommen hat. Manchmal hat mich das fast genervt. Später, als ich dann notgedrungen in eine Regelklasse kam, wurde darauf nicht mehr wirklich geachtet. Da habe ich bemerkt, dass dieses Prinzip sehr wichtig für eine gute Atmosphäre in der Klasse ist. In der Grundschule durfte jeder so sein, wie er eben war...Ich empfand das als sehr angenehm. ...

 

Lena: Ich glaube, dass meine Integrationsklasse mein Selbstbewußtsein gestärkt hat. Ich denke, ich bin immer schon sehr stark gewesen, da ich mich gegen meinen älteren Bruder durchsetzen musste. Aber in der Integrationsklasse bin ich wohl noch selbstbewusster geworden. Toll finde ich, dass auch leistungsschwächere Mitschüler ein gutes Selbstbewußtsein hatten. Der Tom konnte zum Beispiel nicht gut lesen... das hat ihm gar nichts ausgemacht. Er hat dann immer cool gesagt, dass er selber weiß, dass er nicht gut lesen kann. Dafür könne er aber besser Kopfrechnen als alle seine Mitschüler. Als ich nach der 7. Klasse  dann in eine normale Regelklasse kam, habe ich schon viele Unterschiede bemerkt. Viele Kinder hatten kein gutes Selbstbewußtsein, obwohl sie (eigentlich) gute Schüler waren. Ständig versuchten sie, ihre Defizite zu verstecken. Darauf angesprochen wurden viele von ihnen wütend...